Die wichtigsten Fragen für Dich und Dein Haustier in Kürze beantwortet

Was genau ist eigentlich CBD (Cannabidiol), von dem alle sprechen? Und wie kann es für Dein Tier von Nutzen sein?  Diese und weitere Fragen wollen wir im Folgenden aufklären und einen Überblick über das in Deutschland noch recht neue Thema vermitteln. 

Was ist der Unterschied zwischen Cannabis und Hanf?

CANNABIS

„Cannabis“ ist das lateinische Wort für Hanf und gehört zur Pflanzenfamilie der Hanfgewächse „Cannabaceae“. In Deutschland und vielen anderen Ländern wird der Begriff Cannabis allerdings oft umfassend für (Nutz-) Hanfpflanzen und THC-haltige Produkte der Pflanze genutzt.

Technisch unterscheidet man aber zwischen (medizinischem) Cannabis und Nutzhanf. Äußerlich sind sie nur schwer zu unterscheiden, da beide die gleiche Blätterform und Anzahl der Blütenblätter besitzen. Der Hauptunterschied liegt daher am Gehalt des psychoaktiven Cannabinoids THC (Tetrahydrocannabinol) welches umgangssprachlich einen high-machenden Effekt besitzt.

MEDIZINALCANNABIS

Mit dem bekannten medizinischen Cannabis, auch geläufig als Marihuana oder Gras bezeichnet, sind die getrockneten Blüten von THC-reichen weiblichen Cannabis-Pflanzen (Cannabis sativa L.) gemeint.

Man unterscheidet die Unterarten Sativa und Indica sowie Hybrid-Züchtungen (Mischformen) von beiden. Die Unterarten unterscheiden sich durch die weiteren Pflanzeninhaltsstoffe. Dabei spielen vor allem die sogenannten Terpene, ein natürlich vorkommender Pflanzenstoff, eine Rolle, der beispielsweise auch für den Geruch der Pflanze zuständig ist. Bei der Obergattung Cannabis wird zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen unterschieden. Die weiblichen Pflanzen produzieren während ihrer Blüte Harze. In diesen Harzen befinden sich die erwähnten Cannabinoide wie THC oder CBD (Cannabidiol) und auch die Terpene in jeweils hoher Konzentration.

NUTZHANF

Nutzhanf ist eine Variation der Pflanze, deren THC-Gehalt unter 0,2% liegt. Damit entstehen weder psychoaktive, berauschende noch andere Wirkungen, die durch das THC ausgelöst werden könnten. Diese Pflanzen sind auch aufgrund ihrer physischen Eigenschaften wie bspw. der starken Faser vielseitig einsetzbar und kommen in diversen Industrien zur Anwendung (z.B. als Kunststoffe, in der Automobilindustrie, als Dämmmaterial in der Bauindustrie, als Faser in der Textilindustrie, zur Treibstoffherstellung, u.v.m.).

Aus den Samen dieser Pflanze kann auch Hanföl durch Pressung gewonnen werden. Dieses wiederum ist reich an ungesättigten Fettsäuren und Eiweiß. Auch sind Hanfsamen zum Verzehr geeignet.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Cannabis als Oberbegriff nicht nur die berauschende „Droge“ bezeichnet, sondern die gesamte vielfältige Pflanzengattung umfasst. Das „Kiffer-Image“ der Pflanze bröckelt weltweit und die hervorragenden Heilungsaspekte der Phytocannabinoide kommen ans Tageslicht. Nicht zuletzt durch die Forschung und durch moderne Verfahrenstechniken wird die Wirkung der Heilpflanze Cannabis immer besser verstanden.

Besitzt CBD eine berauschende Wirkung?

THC

THC hat eine psychoaktive, berauschende Wirkung, wobei es auch immer auf die Dosierung ankommt. Das zentrale Nervensystem wird also beeinflusst, sprich die Stimmung oder auch das Verhalten des Konsumenten werden aktiviert und stimuliert.  Auf Rezept wird THC häufig als Schmerzmittel verschrieben, denn gering dosiert macht es kaum „high“ oder „stoned“ sondern wird eingesetzt, um gezielt Symptome zu behandeln. THC wirkt u.a. schmerzlindernd, muskelentspannend, bei Störungen des Bewegungsapparats (bspw. Zittern) oder wird zur Minderung von Spastiken, gegen Übelkeit und Brechreiz sowie zur Hemmung der Magensäure-Produktion eingesetzt.

CBD

CBD ist der Gegenpart, des THC. Während THC berauscht, wirkt CBD nicht psychoaktiv, sondern gleicht eine Rauschwirkung aus. Es dockt sich an verschiedene Rezeptoren im körpereigenen System an und kann dieses somit unterstützen und wieder in Balance bringen. Zu kompliziert? Dann wirf ein Blick auf unser Schaubild.

Generell kann ein CBD-Öl vielfältig wirken, dies ist aber auch immer von der jeweiligen Konzentration und Beschaffenheit (Reinheit) abhängig. In medizinischer Dosierung und Gebrauch wirkt es v.a. krampflösend, angstlösend, antidepressiv, anti-psychotisch, entzündungshemmend und entspannend.

Endocannabinoid-System, bitte was?

Wusstest Du, das Cannabinoide bereits mit der Muttermilch aufgenommen werden und diese dem Neugeborenem wichtige Impulse geben? Ja, dem ist tatsächlich so, denn jedes Wirbeltier und weiteres Getier verfügt über ein sogenanntes Endocannabinoid-System, ein Teil des zentralen Nervensystems. Körpereigene Botenstoffe sorgen darin beispielsweise für die Regulierung der Stimmung oder des Appetits, kümmern sich aber auch um die Reizweiterleitung von Schmerz oder Entzündungen. Auch der Schlafrhythmus wird hiervon u.a. reguliert.

 

Das CBD (Cannabidiol) imitiert die Funktionen der körpereigenen Endocannabinoide und unterstützt so deren Wirkung in einem ganzheitlichen Sinne. Dies hat dann wiederum positive Auswirkungen auf den Körper. Haustiere wie Hunde oder Katzen, weisen sogar eine hohe Übereinstimmung der biologischen Strukturen mit denen des Menschen auf, daher ist auch erst der Gedanke aufgekommen, CBD bei diesen anzuwenden. Denn nicht selten leidet der Mensch mit, wenn es dem geliebten Vierbeiner nicht gut geht.

Spannend ist, dass CB-1 und CB-2 in Hunden in größerer relativer Menge als im Menschen vorkommt und diese CBD deutlich anders als Menschen über eine Hydroxylierung in der Leber verstoffwechseln. Es steht zu vermuten, dass auch Katzen und Pferde CBD anders als Menschen verstoffwechseln. Unerwünschte Effekte treten beim Einsatz von CBD bei Tieren nur in sehr seltenen Fällen auf. Bislang steht die wissenschaftliche Forschung hier allerdings noch an ihren Anfängen, sodass noch keine hinreichenden Erkenntnisse vorliegen. Die positiven Erfahrungsberichte weltweit überzeugen uns aber, dieses Gebiet unbedingt weiter zu verfolgen.

Wir von CannaPet fokussieren uns speziell auf Produkte, die immer den aktuellen Forschungsergebnissen und gültigen Rechtsgrundlagen obliegen.  

Ist der Kauf von CBD illegal?

Weltweit ist rund um das Thema CBD eine große Euphorie entstanden, zurecht wenn man die positiven Eigenschaften einmal betrachtet. Da aber CBD aus der Cannabis-Pflanze gewonnen wird, fragen sich natürlich viele, ob der (Ver-)Kauf überhaupt legal ist.

CBD IST KEIN BETÄUBUNGSMITTEL

Da CBD wie oben beschrieben nicht berauschend wirkt, ist es daher auch kein Betäubungsmittel. Aber CBD und auch THC kommen in der Cannabispflanze in unterschiedlicher Konzentration natürlich vor und genau das führt immer wieder zu Fragen und Missverständnissen.

Das Betäubungsmittelgesetz, kurz BtMG, unterscheidet zwischen Cannabis zur medizinischen Verwendung und Cannabis, welches nicht verkehrsfähig oder nicht verschreibungsfähig ist. Für Nutzhanf gibt’s weitere Ausnahmeregelungen. Cannabidiol ist als Reinstoff nicht dem BtMG unterstellt und somit kein Betäubungsmittel.

WICHTIG: Tiere können den Wirkstoff THC nicht bzw. sehr schlecht und dann nur sehr langsam abbauen, daher ist es wichtig bei CBD-haltigen Produkten darauf zu achten, dass diese kein THC enthalten – bedeutet, dass der THC-Gehalt unter der Nachweisgrenze von 0,01% liegen sollte. Terpene werden vor allem von Katzen schlechter verstoffwechselt. Hier liegen aber zur Toxizität bis heute allerdings keine wissenschaftlichen Daten vor.

   

* Greb, Alexandra, and Birgit Puschner. "Cannabinoid treats as adjunctive therapy for pets: gaps in our knowledge." Toxicology Communications 2.1 (2018): 10-14.   

 

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